von Birgit Haake, Heilpraktikerin & Coach
Unser Kopf verarbeitet täglich unzählige Informationen, steuert Bewegungen, Gefühle und Entscheidungen. Dabei hängen Konzentration, Stimmung und geistige Leistungsfähigkeit von weit mehr ab als von den Vorgängen im Kopf allein.
Die Darm-Hirn-Achse
Lange Zeit wurden Darm und Gehirn als getrennte Systeme betrachtet. Heute weiß man, dass über Nervenbahnen, Hormone und Botenstoffe ein ständiger Informationsaustausch stattfindet, und zwar vor allem vom Darm zum Gehirn.
Ein ausgewogenes Darmmikrobiom scheint dabei eine wichtige Rolle für das Allgemeinbefinden zu spielen. Gerät dieses Gleichgewicht durch Stress, einseitige Ernährung oder andere Belastungen aus der Balance kann sich das auf unser Befinden auswirken und – so vermutet man – sogar neurologische Erkrankungen befördern.
Bewegung
Körperliche Aktivität stärkt nicht nur die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System. Bewegung verbessert die Durchblutung und so die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Besonders interessant: Schon regelmäßige Spaziergänge, Radfahren oder andere moderate Aktivitäten können Konzentration und geistige Fitness fördern und dabei Stress ganz natürlich abzubauen.
Pausen für das Gehirn
Internet, soziale Medien, Lärm und ständige Erreichbarkeit: Unser Gehirn ist heute permanent Reizen ausgesetzt. Viele Menschen wechseln innerhalb weniger Minuten zwischen verschiedenen Aufgaben, Bildschirmen und Informationsquellen.
Dieses dauerhafte Gewitter an Reizen kann die Konzentration stören und das Gefühl verstärken, ständig „unter Strom“ zu stehen. Unser Gehirn benötigt jedoch Phasen ohne neue Reize, um Informationen zu verarbeiten und sich zu regenerieren.
Bewusst eingeplante Pausen, Zeiten ohne Smartphone sowie Momente in der Natur können helfen, die mentale Belastung zu reduzieren und die Aufmerksamkeit wieder zu stärken.
Kleine Veränderungen mit großer Wirkung
(Gehirn-)Gesundheit entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel vieler Faktoren. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und bewusste Erholungspausen können die geistige ̶ und natürlich auch körperliche ̶ Leistungsfähigkeit langfristig unterstützen. Oft kommt man damit schon sehr weit. Manchmal ist das System Mensch jedoch so aus dem Gleichgewicht geraten, dass individuelle Unterstützung sinnvoll sein kann.

